Sa

09

Okt

2010

Schweinegrippe: WHO fürchtet schnelle Veränderung von Influenza-Viren

Die Weltgesundheitsorganisation WHO rät den Menschen, sich weiterhin vor Grippe und Schweinegrippe zu schützen. Dabei rät die WHO nicht nur zu Impfungen, sondern auch zu gründlicher Hygiene im Alltag.

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Trotz des Endes der Schweinegrippe-Pandemie mahnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) weiter zur Wachsamkeit im Umgang mit dem Virus auf. „Wir befinden uns in einer Situation, in der sich das Virus weltweit verbreitet hat und die Menschen eine gewisse Immunität entwickelt haben“, sagte WHO-Sprecherin Kristen Kelleher am Montag der Nachrichtenagentur dapd. Derzeit verhalte sich das Virus wie ein saisonales Grippevirus. „Wir müssen uns aber bewusst sein, dass das H1N1-Virus noch für viele Jahre im Umlauf sein wird und in manchen Jahren schwächere, in anderen stärkere Auswirkungen haben kann.“

 

Das H1N1-Virus müsse genauestens auf Veränderungen beobachtet werden, sagte Kelleher. Die WHO empfehle den Menschen, auch weiterhin Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, beispielsweise mit der Grippeschutzimpfung. Auch Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen reduzierten nicht nur die Gefahr einer Influenzainfektion, sondern auch das Risiko einer Ansteckung mit dem Schweinegrippevirus.

 

„Die H1N1-Pandemie hat alle Länder vor eine große Herausforderung gestellt“, betonte Kelleher. Die Forderung der WHO laute deshalb, den Umgang mit der Schweinegrippe zu analysieren und daraus Schlussfolgerungen für künftige Pandemien zu ziehen. „Influenza-Viren sind unberechenbar und können sich schnell und signifikant verändern.“ Deshalb sei es in der vergangenen Saison schwierig gewesen vorherzusagen, ob es bei dem relativ milden Verlauf der Schweinegrippe bleiben würde.

 

„Wegen dieser Unsicherheit haben sich die WHO und viele nationale Gesundheitsbehörden entschieden, auf Nummer sicher zu gehen“, sagte die WHO-Sprecherin weiter. Mit dem Ausrufen einer Pandemie habe die WHO aber nicht überreagiert. Mit zunehmendem Wissen über Grippeviren seien in den vergangenen Jahren auch die Definitionen für eine Pandemie und die damit zusammenhängenden Warnstufen angepasst worden, zuletzt im Februar 2009. Zu diesem Zeitpunkt sei die Entwicklung des H1N1-Virus noch nicht absehbar gewesen.

 

(Quelle: Focus-Online)

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