Di

09

Mär

2010

Aus den Fehlern lernen (AZ)

Es ist höchste Zeit, dass die zuständigen Experten aus Medizin, Gesundheitsverwaltung und Politik sich an einen Tisch setzen, um aus den Erfahrungen des vergangenen Herbstes zu lernen. Damals löste das Auftreten der Schweinegrippe eine beispiellose öffentliche Hysterie aus, in deren Verlauf vernünftige rationale Gründe und Erwägungen nicht mehr durchdrangen. Die Antwort auf die Frage: „Hast du dich schon impfen lassen?" mutierte im Freundes- oder Kollegenkreis fast zu einer Art Glaubensbekenntnis. Selbst ernannte Pandemie-Experten hatten in den Medien Hochkonjunktur, konnten ihr wissenschaftliches oder medizinisches Halbwissen munter verbreiten.

Sorgen Sie rechtzeitig vor

Die Frage ist nicht ob,
sondern wann die nächste Pandemie ausbricht.

www.PandemieSet.ch

 

Doch auch wenn die H1N1-Grippe weniger gefährlich verlief als befürchtet: Die Gefahr der Ausbreitung einer neuen und dann vielleicht schlimmeren Pandemie ist zu ernst, um sie geltungsbedürftigen Halb-Experten oder interessengeleiteten Politikern zu überlassen. Die Experten müssen aus den Fehlern des vergangenen Herbstes lernen. Es muss eine zentrale Stelle geben, die alle Informationen sammelt, diese bewertet und die erforderlichen Maßnahmen mit der gebotenen Autorität durchsetzt. Der Schutz der Bürger - bei der Schweinegrippe waren dies vor allem Kinder und Jugendliche - muss dabei das höchste Gut sein. Das umfasst die Aufgabe, die Vorbeugung sicherzustellen und alle Kranken medizinisch zu behandeln. Und es bedeutet auch, jeglichen Anflug von Hysterie zu vermeiden.

(AZ)

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