Do
19
Nov
2009
Zweiter Todesfall wegen der Schweinegrippe (NZZ)
Frau mittleren Alters stirbt im Kantonsspital Winterthur - In der Schweiz gibt es den zweiten Todesfall im Zusammenhang mit der Schweinegrippe. Im Kantonsspital Winterthur ist am Mittwoch eine Frau mittleren Alters gestorben. Die Frau war durch eine chronische Krankheit vorbelastet.
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Die Schweinegrippe-Pandemie hat in der Schweiz ein weiteres Todesopfer gefordert. Eine mit dem H1N1-Virus infizierte Frau ist am Mittwoch im Kantonsspital Winterthur gestorben, wie der Zürcher Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger am Donnerstag auf Anfrage eine Meldung des «Tages-Anzeiger» bestätigte.
An einer Lungenentzündung gestorben
Die zwischen 50 und 60 Jahre alte Frau sei durch eine Diabetes gesundheitlich vorbelastet gewesen. Sie sei im Kantonsspital Winterthur an
einer Lungenentzündung gestorben, die durch das H1N1-Virus ausgelöst worden sei, sagte Urs Rüegg, Kommunikationsbeauftragter der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich auf Anfrage.
Die Diabetes, kombiniert mit dem H1N1-Virus habe zu Komplikationen geführt, erklärte der Zürcher Gesundheitsdirektor Heiniger im Regionaljournal von Radio DRS. Nähere Angaben zum Todesfall der Frau machte die Gesundheitsdirektion aus Rücksicht auf die Angehörigen nicht.
Komplikationen zu erwarten
Todesfälle durch das H1N1-Virus wurden von Beginn weg auch in der Schweiz erwartet. Rüegg wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass alleine im
Kanton Zürich wegen der normalen Grippe in einer Saison jeweils mit rund 100 Todesfällen gerechnet werde. Im Zusammenhang mit dem H1N1-Virus sei darauf hingewiesen worden, dass Leute mit
gesundheitlichen Schwierigkeiten, insbesondere mit Herz- oder Lungenproblemen mit Komplikationen rechnen müssten, erklärte Gesundheitsdirektor Heiniger.
Es handelt sich um den zweiten, bekannten Todesfall eines Schweinegrippe-Patienten, nachdem am vergangenen Sonntag ein viereinhalb Monate alter Säugling im Kanton Basel-Landschaft gestorben war. Auch in diesem Fall hatte eine Lungenentzündung zum Tod des Kindes geführt, die vom H1N1-Virus verursacht worden war.
Im Kanton Zürich Ansturm erwartet
Im Kanton Zürich wurde am Donnerstag mit der Impfaktion ausserhalb der Risikogruppen gestartet. Weil in den Arztpraxen nach wie vor zu
wenig Impfstoff vorhanden sei, hatte die Gesundheitsdirektion empfohlen, sich mit dem Arzt in Verbindung zu setzen und einen Termin zu vereinbaren. In den Impfzentren wird ein Ansturm erwartet.
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) wird heute an einer Medienkonferenz über die gegenwärtige Entwicklung der Schweinegrippe informieren. Die Information des Bundes beginnt um 11 Uhr.
(NZZ)
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