Do

19

Nov

2009

Schweinegrippe fordert in der Schweiz ein drittes Todesopfer (BaZ)

Die Grippepandemie hat in der Schweiz bisher drei bestätigte Todesopfer gefordert. Die Schweinegrippe dürfte noch rund acht bis zwölf Wochen dauern.

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Die Schweinegrippe hat in der Schweiz ein drittes Todesopfer gefordert. Es handelt sich dabei um eine 46-jährige Frau aus dem Kanton Zürich, die ausserdem an einer schweren Herzinsuffizienz litt und auch HIV-positiv war, wie Patrick Mathys, Leiter Pandemievorsorge des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), am Donnerstag vor den Medien in Bern bekannt gab. Zuvor waren bereits der Tod eines Säuglings im Baselbiet und der einer 54-jährigen Frau ebenfalls im Kanton Zürich bekannt geworden.

 

Die Schweinegrippe breitet sich laut Mathys weiter rasant aus. Vergangene Woche gingen rund 20'000 Menschen wegen Grippesymptomen zum Arzt, wobei praktisch alle Konsultationen auf die Schweinegrippe zurückzuführen sein dürften. Die Zahl der laborbestätigten Fälle stieg auf über 4500. 85 Personen mussten hospitalisiert werden. 17 befinden sich in Intensivpflege.

 

In Irland und Island zeichne sich ein Rückgang der Ausbreitung ab. Diese Staaten seien der Schweiz rund drei Wochen voraus. Auch in den USA sei ein leichter Rückgang zu vermelden. In Zentral- und Osteuropa breite sich die Welle der Erkrankungen immer noch aus. Das BAG geht davon aus, das die pandemische Welle 8 bis 12 Wochen dauert.

 

Impfstoff nun auch für über 60-Jährige

In der Schweiz gibt es jetzt einen offiziell zugelassenen Impfstoff für über 60-Jährige. Swissmedic hat die Zulassung des Impfstoffes Pandemrix erweitert, wie das Schweizerische Heilmittelinstitut am Donnerstag mitteilte. Erläutert wurde das auch der Pressekonferenz des BAG. Grundlage für diese Erweiterung der Zulassung seien klinische Daten gewesen, die eine Wirksamkeit des Impfstoffes in dieser Altersgruppe belegten.

Swissmedic werde weiterhin über Anpassungen der bestehenden Zulassungen von Pandemieimpfstoffen informieren, sobald neue Daten vorliegen. Dabei berücksichtige Swissmedic auch die internationalen Entwicklungen in diesem Umfeld.

 

Das Heilmittelinstitut rief Patientinnen und Patienten dazu auf, sich bei stärkeren oder ungewöhnlichen Symptomen nach der Impfung an ihren Arzt oder Apotheker zu wenden. Für Fachleute wurde ein Online-System zur Meldung vermuteter unerwünschter Wirkungen zur Verfügung gestellt. Damit soll die Sicherheit der A(H1N1)-Impfstoffe laufend überwacht werden.
(BaslerZeitung)

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