So

15

Nov

2009

Mann stirbt nach Impfung (Focus)

Ein 55 Jahre alter Mann aus Thüringen ist kurz nach der Impfung gegen Schweinegrippe gestorben. Ob ein Zusammenhang mit der Impfung besteht, wird jetzt untersucht.

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Nach Informationen der „Thüringer Allgemeinen" vom Montag hatte sich der Mann am Donnerstagmorgen impfen lassen und starb dann in der Nacht zu Freitag bei sich zu Hause. Über Vorerkrankungen oder Unverträglichkeiten des Verstorbenen sei bislang nichts bekannt. Landesgesundheitsministerin Heike Taubert (SPD) bestätigte der Zeitung den Fall. Der zuständige Amtsarzt habe ihr zugesichert, dass ein möglicher Zusammenhang zu der Impfung gegen die Schweinegrippe untersucht werde. Sie rechne im Lauf der Woche mit den Ergebnissen. Trotzdem rief Taubert die Bürger auf, sich gegen die sogenannte Neue Grippe impfen zu lassen: „Es ist aber wichtig, sich vorher mit dem Hausarzt über eventuelle Unverträglichkeiten oder Vorerkrankungen zu beraten", sagte die Gesundheitsministerin.

 

Impfaktion im Bundestag

Nach FOCUS-Informationen wurden bis Anfang der abgelaufenen Woche bei 59 Personen Verdachtsfälle von unerwünschten Reaktionen nach der Schweinegrippe-Impfung gemeldet. Der jüngste Impfling mit Beschwerden war 16, der älteste 77 Jahre alt. Am häufigsten wurden Lokalreaktionen an der Injektionsstelle wie Rötung oder Schwellung und Allgemeinreaktionen, die bekanntermaßen nach einer Impfung auftreten können (zum Beispiel Kopfschmerzen, Fieber, Müdigkeit, Muskel- oder Gliederschmerzen, Übelkeit, Lymphknotenschwellung) genannt. In wenigen Fällen kam es zu schweren allergischen Reaktionen oder Kreislaufbeschwerden. In keiner Meldung wurde über einen tödlichen Ausgang oder über einen bleibenden Schaden berichtet.

 

Außerdem wurde am Wochenende bekannt, dass von Ende dieses Monats an Bundestagsabgeordnete und ihre Mitarbeiter gegen die Schweinegrippe geimpft werden sollen. Der Parlamentsarzt führe die Impfungen der Abgeordneten durch, sofern sie gewünscht seien, sagte ein Bundestagssprecher. Nach anfänglicher Zurückhaltung stieg die Impfbereitschaft der Bundesbürger angesichts der immer größeren Verbreitung der Krankheit deutlich, wie aus einer FOCUS-Umfrage hervorgeht.

 

Bundesgesundheitsminister Philip Rösler appellierte zugleich in der „Welt am Sonntag" an die Bevölkerung, sich in Sachen Impfung in Geduld zu üben: „Es sollten jetzt wirklich zuerst diejenigen geimpft werden, die als medizinische Helfer gebraucht werden, und dann das Schlüsselpersonal wie Polizei und Feuerwehr und diejenigen, die ein höheres Risiko tragen, wie zum Beispiel chronisch Kranke."

(Focus)

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