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30

Okt

2009

Fünf Tote in Schweden nach H1N1-Impfung

Die chronisch kranken Patienten starben kurz nach der Neue-Grippe-Impfung. Ob ein Zusammenhang besteht, ist unklar.

PandemieSet, Schweinegrippe, Pandemie, Pandemie Set, PandemieSet, Pandemie Paket, Pandemie Kit, Pandemie Schutz, Pandemie Plan, Pandemieplan In Schweden wird der Impfstoff Pandemrix verwendet, in Österreich hingegen Celvapan. Beide sind nicht unumstritten.

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Als Impfmuffel kann man die Schweden nicht gerade bezeichnen: Seit 12. Oktober haben sich bereits etwa eine Millione Menschen mit dem Schweinegrippe-Impfstoff Pandemrix impfen lassen.

 

Inzwischen hat aber das Vertrauen in diese Vorsorgemaßnahme einen Dämpfer erhalten: Fünf Menschen starben einige Stunden bis wenige Tage nach der Impfung. Die Toten waren zwischen 50 und 90 Jahre alt. "Alle litten unter chronischen Grunderkrankungen wie Herz-Kreislauf-Leiden, Diabetes und Nierenproblemen", sagt Gunilla Sjölin-Forsberg von der schwedischen Medical Products Agency zum KURIER. "Die Todesfälle werden genau überprüft. Bislang gibt es noch keinen Hinweis darauf, dass die Impfung verantwortlich ist", betont die Expertin.

 

"Wenn man viele ältere und kranke Menschen impft, gibt es einfach nach der Impfung natürliche Todesfälle, die aber mit der Impfung nichts zu tun haben", sagt der Pharmakologe Markus Müller, MedUni Wien. "Todesfälle im direkten Zusammenhang mit der Impfung sind extrem unwahrscheinlich."

 

Als schwerere Nebenwirkungen wurden in Schweden zudem 37 Fälle von allergischen Reaktionen beobachtet, 15 der Betroffenen mussten im Spital behandelt werden. "Sie hatten eine Allergie auf Ei-Inhaltsstoffe", so Sjölin-Forsberg. Eier werden für die Herstellung von Pandemrix benötigt. Der in Österreich verwendete Impfstoff Celvapan wird hingegen auf Zellkulturen gezüchtet. Die restlichen gemeldeten Nebenwirkungen - etwa lokale Hautreaktionen - seien "erwartbar" gewesen.

 

"Die erfassten schweren Nebenwirkungen in Schweden sind sicher nur die Spitze des Eisberges, weil es auch dort keine systematische Beobachtung der Nebenwirkungen, sondern nur Spontanmeldungen gibt", sagt Wolfgang Becker-Brüser vom pharmakritischen arznei-telegramm in Berlin. Er kritisiert, dass in der Öffentlichkeit die Schäden, die die Neue Grippe einerseits und die Impfung andererseits verursachen, verzerrt dargestellt werden: "Bei chronisch Kranken, die nach H1N1-Infektionen sterben, wird meist ausgeklammert, dass die Patienten auch an ihrer Grunderkrankung gestorben sein könnten. Bei Todesfällen nach Impfungen ist es, wie jetzt in Schweden, genau umgekehrt."

 

Innsbrucker Patientin
Nicht verbessert hat sich der Gesundheitszustand jener elfjährigen Südtirolerin, die nach der Infektion mit Schweinegrippe in Innsbruck behandelt wird . Sie bleibt nach dem Versagen ihrer Lunge weiter an die Herz-Lungen-Maschine angeschlossen, die sie mit Sauerstoff versorgt. Inzwischen ist ein bakterieller Erreger (Staphylokokkus) sowohl in der Lungenflüssigkeit, als auch in der Luftröhre nachgewiesen worden. Die Behandlung mit Antibiotika und antiviralen Medikamenten werde fortgesetzt.

(Kurier)

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