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23
Okt
2009
Schweinegrippe-Deutschland: Wenige Ärzte wollen impfen
Düsseldorf - Von den 23 niedergelassenen Ärzten, die ursprünglich gegen die Schweinegrippe impfen wollten, ist die Hälfte wieder abgesprungen. Vor allem aus organisatorischen Gründen, heißt es. Das Amt impft ab Montag.
Am Montag beginnen die Massenimpfungen gegen die Schweinegrippe, heute kommt der Impfstoff an. Düsseldorf hat 11 000 Dosen angefordert. Ob diese allerdings "verimpft" werden können, ist fraglich: Etwa die Hälfte der 23 niedergelassenen Ärzte, die in ihren Praxen Impfsprechstunden anbieten wollten, haben ihre Bereitschaft zurückgezogen. Das Gesundheitsamt fragt nun die Ärzte auf einer Nachrückliste, ob sie einspringen können. Sicher ist, dass es in der Niederlassung des Amtes an der Erkrather Straße 345 Impfungen geben wird. Dort stehen Amtsärzte bereit.
In Zehnergruppen
"Bedenken gegen den Impfstoff sind nicht die Ursache für das Zögern", sagt Gesundheitsamtsleiter Heiko Schneitler. "Aber manche Ärzte zucken vor den logistischen Schwierigkeiten zurück." Die Praxen müssten eine Woche im Voraus den Impfstoff bestellen, könnten die Mengen schlecht abschätzen und müssten die Sprechstunden neben dem Praxisbetrieb organisieren. Die Logistik der Impfung ist aufwändig, weil in jedem Fläschchen zehn Portionen Impfstoff enthalten sind. Die Patienten müssen somit in Zehnergruppen geimpft werden, hinzu kommt die Dokumentation. Und: Bei fünf Euro pro Impfung ist der Einsatz vermutlich nicht sehr lukrativ.
