Mo

12

Okt

2009

Notfallplanung für Neue Grippe

Im Herbst wird wie jedes Jahr eine Grippewelle erwartet. Doch nicht alle EU-Länder sind schon ausreichend mit Impfstoffen versorgt.

Die EU berät über eine Notfallplanung für Impfungen.

Angesichts der für den Herbst befürchteten Neue Grippe-Welle kommen die EU-Gesundheitsminister zu einer Sondersitzung zusammen. Bei dem Treffen in Luxemburg soll über gemeinsame Notfallpläne beraten werden.

 

Einige EU-Staaten haben sich noch nicht hinreichend mit Impfstoffen eingedeckt. Die Europäische Union überlegt nun ein Auktions-Verfahren, wie der ORF meldet. Wenn ein Staat mehr als genügend Impfstoffe hat, könne er sie freiwillig anbieten. Andere Länder sollen sie dann ersteigern.Deutschland will etwa schon Ende Oktober mit dem Impfen beginnen. Rumänien und Bulgarien haben hingegen noch keine Verhandlungen mit den Pharma-Konzernen begonnen.

 

Frühwarnsystem bei Google
Der Internet-Konzern Google kündigte in Brüssel ein Frühwarnsystem bei Grippe-Trends an - allerdings nur für die "normale" Grippe. Bei der Präsentation erklärte der Technikdirektor des Konzerns, Yossi Matias, das Suchmodell könne bis zu zwei Wochen raschere Analysen liefern und damit bei der Bekämpfung von zu erwartenden Grippewellen helfen. Das System ist vorerst mit Daten für neun EU-Länder - neben Österreich in Belgien, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Polen, Spanien, Schweden und Ungarn - unter "google.org/flutrends" abzurufen.

 

Google habe festgestellt, dass die Häufigkeit bestimmter Suchbegriffe Anhaltspunkte für die Häufigkeit von Grippefällen sein kann - etwa Medikamente. Für die Grippe-Trends werden Daten der Google-Suche gesammelt und ausgewertet. Auf Grundlage der Ergebnisse wird anschließend die Häufigkeit von Grippefällen geschätzt. Was die ersten Auswertungen für Österreich betrifft, wird für Anfang Jänner 2010 die Erwartung einer Grippe-Welle stärkeren Ausmaßes als sehr hoch eingeschätzt. Keine Auskunft gibt es vorerst über die Neue Grippe. Bei der Analyse von Grippe-Trends versuche Google, relevante Daten und "gute Indikatoren" zu verarbeiten. Bei der Neuen Grippe würden aber viele Personen nur aus Neugier suchen.


Anzug gegen Neue Grippe
Als lukratives Geschäftsfeld hat ein Japaner den Kampf gegen die Influenza entdeckt. In japanischen Haruyama-Filialen wird nun ein "Anti-Viren-Anzug" angeboten, teilte ein Unternehmenssprecher in Tokio mit. Der Anzug soll umgerechnet 400 Euro kosten und verspricht den Angaben zufolge ein virenfreies Leben.

 

Dieses solle durch den besonderen Stoff, der unter anderem Titandioxid enthält, gewährleistet werden. "Labortests haben bewiesen, dass auf den Stoff kommende Viren innerhalb von drei Stunden zerstört werden", sagte der Sprecher.

(Kurier)

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