Mo

12

Okt

2009

Junge anfälliger für schwere Schweinegrippe

Die Schweinegrippe hatte bislang bei den meisten Patienten einen milden Verlauf. Aber gerade bei jungen Menschen kann das H1N1-Virus dramatisch fortschreiten und lebensbedrohliche Beschwerden verursachen, wie Studien aus drei verschiedenen Erdregionen belegen.

Kanadische Mediziner aus Winnipeg untersuchten den Krankheitsverlauf von 168 Patienten, die wegen besonders schwerer Beschwerden in Krankenhäuser gebracht wurden. Diese Personen hatten im Mittel vier Tage lang Symptome gezeigt, bevor ihr Zustand sich rapide verschlechterte und sie in eine Klinik kamen.

 

Der Sauerstoffgehalt des Blutes war extrem gering, bei vielen von ihnen versagten mehrere Organe, rund 80 Prozent der Patienten wurden lange künstlich beatmet. 24 Personen starben innerhalb der ersten vier Wochen, fünf weitere in den folgenden zwei Monaten. Das Durchschnittsalter der Patienten war mit 32 Jahren auffällig niedrig.

 

Studien aus drei Erdregionen

 

«Unsere Daten deuten darauf hin, dass schwerer Krankheitsverlauf und Todesfälle sich bei relativ gesunden Heranwachsenden und Erwachsenen zwischen zehn und 60 Jahren häufen», schreiben die Mediziner im «Journal of the American Medical Association» (JAMA). Diese Altersverteilung gleiche jener der Spanischen Grippe von 1918, die ebenfalls durch den Influenzatyp H1N1 verursacht wurde.

 

In der gleichen Zeitschrift kommen Untersuchungen aus Mexiko, Australien und Neuseeland zu ähnlichen Ergebnissen.

(SF-Tagesschau)

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